Schwinger-Elite fährt für einen guten Zweck  

 

Die Gebrüder Laimbacher haben für einen guten Zweck die gesamte Schweizer Schwinger-Elite mobilisiert. Am 25. Februar wird auf der Fuederegg im Hoch-Ybrig Ski gefahren.  

Schwingen/Ski alpin. – Es sind klingende Namen, welche sich zur spontanen Teilnahme am 2. Laimbachers Benefizskirennen entschlossen haben. Sportgrössen wie der amtierende Schwingerkönig Kilian Wenger, Unspunnen-Sieger Daniel Bösch oder Kilchberg-Sieger Christian Stucki werden am Samstag, 25. Februar, für einen guten Zweck Ski fahren. Doch damit nicht genug. Auf Anfrage von Adi, Philipp und Ivo Laimbacher, die für den Benefizanlass verantwortlich zeichnen, haben noch weitere Sägemehl-Cracks zugesagt. Im Hoch-Ybrig mit dabei sind ausserdem Christoph Bieri, Roger Brügger, Nöldi Forrer, Bruno Gisler, Matthias Glarner, Martin Grab, Ruedi Roschi, Christian Schuler, Matthias Sempach, Matthias Siegenthaler, Mario Thürig und auch der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden. Zudem wird die ehemalige Skirennfahrerin Sonja Nef ebenfalls den ausgesteckten Riesenslalom in Angriff nehmen.  

Schwingerzeit als Richtzeit  

Am 2. Laimbachers Benefizskirennen kann jedermann teilnehmen und auch gewinnen. «Um den Riesenslalom meistern zu können, muss man kein Spitzenskifahrer sein», führte Adi Laimbacher aus. «Es handelt sich um einen kurzen, einfachen Parcours mit zwei, drei Finessen. Ein durchschnittlicher Skifahrer kann diesen Lauf ohne Probleme bewältigen.»  

Die teilnehmenden Gast-Schwinger fahren als Erste den ausgesteckten Riesenslalom. Die durchschnittliche Zeit der Sägemehl-Athleten ergibt die Richtzeit. Die Aufgabe der übrigen Teilnehmer ist es, möglichst genau an diese Richtzeit heranzufahren. Sonja Nef wird ebenfalls eine Richtzeit aufstellen. Gewinner sind auch hier jene Teilnehmer, welche am ehesten ihre Zeit erreichen. Den Gewinnern winken attraktive Preise (siehe Box).  

Start für einen guten Zweck

Wie bereits in der ersten Auflage vor zwei Jahren werden auch die Einnahmen des zweiten Benefizskirennens für einen guten Zweck verwendet. Die Gebrüder Laimbacher haben sich entschlossen, das Schweizerische Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, das Rollstuhlrennen in Steinen, die Kinderkrebshilfe Schweiz und auch die Jungschwinger zu berücksichtigen.  

«Dusty Boots» im Festzelt  

Neben dem Benefizskirennen ist auch ein ausgedehntes Rahmenprogramm, ja eine eigentliche Schwingerparty geplant: Im Restaurant Fuederegg wird volkstümliche Unterhaltung organisiert. Neben dem Restaurant – im grossen, beheizten Festzelt – spielen ab 15.30 Uhr die «dustyboots». Zudem werden «Los Promillos» (DJs Lukas Seeholzer und Antonio de Rosa) für heissen Sound sorgen. Die teilnehmenden Spitzenschwinger werden ebenfalls vor Ort sein.  

Als weitere Attraktion findet vor Ort eine Versteigerung statt. Der Meistbietende kann mit einem Atomic-Ski – original signiert von Skirennfahrer Carlo Janka – den Nachhauseweg antreten.

Anmeldungen für das 2. Laimbachers Benefizskirennen bis am 23. Februar per E-Mail direkt an info@laimbachers.ch. Kurzentschlossene können sich auch am Renntag noch spontan für eine Teilnahme entschliessen. Startnummernausgabe um 09.30 Uhr, Rennstart um 10.30 Uhr, Rangverkündigung um 15.00 Uhr – alles im Restaurant Fuederegg, Hoch-Ybrig. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt.  

Attraktive Preise  

Am 2. Laimbachers Benefizskirennen gibt es attraktive Preise zu gewinnen:  

Gast-Schwinger-Richtzeit:  

1. Mountainbike Rockmachine
2. Stöckli-Ski
3. Saisonkarte Hoch-Ybrig
4. Best Cool Geoblock Bluetooth
5. – 6. Best Cool Drum Disc
7. – 20. Tageskarte Hoch-Ybrig
20. – 25. Best Cool X-Baby
 

Sonja-Nef-Richtzeit:  

Die Dame und der Herr, welche und welcher am nächsten an die Rennzeit von Sonja Nef heranfahren, erhalten je eine Victorinox-Uhr.  

«Ich weiss, was es heisst, gesund zu sein»  

Adi Laimbacher hat sich im Jahr 2002 eine Nackenverletzung zugezogen. Er hatte Glück und möchte sich mit seinen Brüdern und weiteren Schwingern für Menschen einsetzen, welche vom Schicksal hart geprüft worden sind.  

Wie kommen die Gebrüder Laimbacher dazu, ein Benefizskirennen zu organisieren? «Während der Vorbereitung auf das Expo-02-Schwingen zog ich mir im Training eine Atlasverletzung zu», erinnert sich Adi Laimbacher. Dass er nicht Tetraplegiker geworden ist, verdankte er seiner starken Nackenmuskulatur. Der damals 22-Jährige liess sich von verschiedenen Ärzten in Zürich und St. Gallen untersuchen. «Alle haben mir geraten, mit dem Schwingsport aufzuhören.» Doch der ehrgeizige Sportler wollte sich nicht mit diesem Rat abfinden. «Ich habe mich schliesslich entschlossen, im Paraplegiker-Zentrum eine letzte Meinung einzuholen und diese zu befolgen», so Adi Laimbacher weiter. Auch in Nottwil wurde bestätigt, dass der Schwyzer enormes Glück gehabt hatte, da die Nackenwirbel arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren. «Der Arzt im Paraplegiker-Zentrum hat mir schliesslich die Erlaubnis gegeben, weiterzutrainieren und weiterzuschwingen.»  

«Da hat es klick gemacht»  

Bei seinem Besuch im Zentrum hat Adi Laimbacher die vielen Schicksale gesehen. «Mir wurde vor Augen geführt, was es heisst, gesund zu sein. Als ich die Menschen in Nottwil gesehen habe, habe ich mir geschworen, dass ich mich einmal für sie einsetzen werde.» Vor rund zwei Jahren wurde Adi Laimbacher vom «Steigade»-Wirt angefragt, ein Skirennen mitzuorganisieren. «Und da hat es bei mir klick gemacht: Ich habe mir gedacht, dass dies genau der Anlass sein könnte, um eine wohltätige Institution wie das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil zu unterstützen.»  

So kam es, dass 2010 das 1. Laimbachers Benefizskirennen im Hoch-Ybrig durchgeführt wurde. Bereits nach dem Anlass war klar, dass es eine weitere Auflage geben wird. Diese findet nun am 25. Februar unter Mitwirkung der gesamten Schweizer Schwinger-Elite sowie der ehemaligen Skirennfahrerin Sonja Nef statt. «Wir würden uns riesig freuen, wenn sich viele Personen für das Rennen anmelden würden, sodass wir einen möglichst grossen Batzen an die Institutionen weiterleiten könnten», so Adi Laimbacher abschliessend. (pd)  

Für einen guten Zweck: Die Schwinger-Brüder Adi, Ivo und Philipp Laimbacher  mobilisieren für ihr Benefizskirennen die gesamte Schweizer Schwinger-Elite.